
Nach der 1. Pflanzung haben wir unsere kleinen Pflänzchen gepflegt und dieses Mal haben wir beim Jäten viel besser aufgepasst als noch im letzten Jahr. Komischerweise hatten wir nämlich im vergangenen Schuljahr gar keine Karrotten, wie es dazu wohl kam. =) =) =) Auch die Schwarzwurzeln sind letztes Jahr einfach weg gewesen. =) =) =) Ja, so lernt man tatsächlich in jeder Ackersaison etwas dazu. Es macht tatsächlich Sinn, mit Hilfe einer Markiersaat zu arbeiten (schnell keimende Samen zeigen an, wo die eigentliche Saat aufgeht) bzw. kleine Holzspatel zu jedem Schwarzwurzelsamen zu stecken. Aber diese Hilfsmittel helfen natürlich nur dann etwas, wenn wir beim Jäten auch wirklich gründlich und vorsichtig arbeiten. Und das haben wir in den vergangenen Wochen gemacht! Wir freuen uns also auf unsere hoffentlich gute Ernte an Karotten und Schwarzwurzeln.
Ein paar Wochen nach der 1. Pflanzung hatten wir dann unsere 2. Pflanzung, bei der wir z.B. unsere Gurken-, Tomaten-, Kürbis- und Melanzanipflanzen eingesetzt haben. Es war schön, wieder Besuch von unseren Ackercoaches zu haben. Am Ende der 2. Pflanzung durften wir bereits vom Acker jausnen - naja, nicht direkt vom Acker, denn es gab einige SchülerInnen, die für uns eine feine Jause mit Radieschen, Rauke und Kresse vom Acker und mit Wildkräutern von der Wiese zubereitet haben. Hat echt super geschmeckt!
Und neben all den Ackerarbeiten sind wir auch ständig mit der Pflege rund um unseren Acker beschäftigt. Sehr beliebt ist das Rasenmähen, aber auch vor dem Trimmen schrecken einige nicht zurück. Und wann immer Zeit ist, schickt uns Maren - unsere fleißige Wildkräuter- und Kräuterfrau - regelmäßig aus, damit wir allerlei Grünzeug sammeln. Dies tun wir, um im Herbst und Winter dann unsere Produkte für den Weihnachtsmarkt weiterverarbeiten zu können. So haben wir u.a. reichlich Brennnessel (Danke an die tapferen Arbeiter!!!) gesammelt, aber auch Giersch, Spitzwegerich, Maiwipferl, Liebstöckl und Zitronenmelisse. Teilweise haben wir sie bereits getrocknet (okay, nicht "wir", sondern Maren, die immer und immer wieder vollbepackt nach Hause fährt, alles im Stadel auflegt, trocknen lässt und dann wieder - schlepp schlepp schlepp - für uns mitbringt) und abgerebelt. Work in progress =)
Die vergangenen heißen, regenarmen Wochen hat unser Schulacker gut überstanden. Und schon jetzt wünschen wir unserem Acker eine schöne Sommerpause - wir freuen uns dann wieder aufs Ernten im Herbst!
Das Ackern lehrt uns so viel!
Ja, wir sind fleißig und machen unsere Arbeit - und das ist auch gut so, aber das Wunder es Wachstums kommt von oben.
"Es ist nicht so wichtig, wer pflanzt und wer begießt; wichtig ist allein Gott, der für das Wachstum sorgt."
1. Korinther 3,7
PS: Die Brennnessel-Arbeiter-Gesichtsausdrücke sind herrlich, oder? =)