
Im Herbst erreichte uns eine Nachricht, mit der wir überhaupt nicht gerechet haben. Wir sind nach einem Jahr Pause wieder teilnehmende Schule der Gemüseackerdemie! Welch schöne Überraschung! Wir freuen uns sehr, dass für unsere Schule ein Sponsor gefunden wurde!
Wir starteten vor einigen Wochen mit unseren Ackervorbereitungen - und wie jeder Gärtner weiß, gibt es tatsächlich nach den Wintermonaten wieder viel zu tun. Im März hatten wir als Lehrerteam eine Fortbildung am Acker, zu der Danny (Geschäftsführung/Acker Österreich) aus Wien extra für uns anreiste. Dabei lernten wir auch unsere neuen Ackercoaches kennen.
Und schon ging es mit den Arbeiten los. Sehr fleißig haben wir unseren Acker in kleinen Teams gemeinsam umgegraben. Nebenbei haben wir neue Gartengeräte beschriftet und nummeriert, damit unser Gartengerätechecker nach jedem Naturtag kontrollieren kann, ob alle Gartengeräte zurückgeräumt wurden. In dieser Ackersaison wollen wir unsere Beete (es sind ja immerhin 17!!) mit beschrifteten Steinen markieren (die Holzschilder aus dem ersten Gartenjahr haben nur eine Saison gehalten). Dazu haben ein paar Kids Steine gewaschen, gebürstet, zum Trocknen in die Sonne gelegt und danach beschriftet.
Einige Jungs haben Hackschnitzel mit einem kleinen Gartenhäcksler vorbereitet, um diese zu einem späteren Zeitpunkt auf die Ackerwege zu streuen. Das Häckseln war gar keine so einfache Arbeit, da der Häcksler am Anfang ständig steckengeblieben ist. Joel hat sehr geschickt die Maschine immer wieder zum Laufen gebracht. Wir haben schnell gemerkt, dass wir die kleinen Ästchen abschneiden müssen. Diese Arbeit haben auch ein paar Jungs willig übernommen. Und dann ging es wirklich viel besser mit dem Häckseln. Die fertigen Hackschnitzel wurden dann von fleißigen Kinderhänden auf den Beetwegen verstreut.
Zwischendurch wurde auch unser Kräuterhochbeet mit frischem Kompost befüllt und für die Gartensaison vorbereitet.
Ein paar Mädels haben unsere Beeteabmessschnur (so nennen wir dieses Seil einach mal) vorbereitet. Dafür haben sie immer im Abstand von 40 cm (Wegbreite) bzw. 80 cm (Beetbreite) einen Knoten in das Seil geknüpft. Dieses Seil haben wir dann gemeinsam am Acker aufgelegt und mit Steckerln die Beete bzw. Wege markiert.
Und dann durften wir endlich unsere (fast) finale Arbeit am Acker gemeinsam zelebrieren: das Abschreiten der Wege. David, unser Schulsprecher, durfte vorangehen, alle SchülerInnen und Schüler aller Schulstufen in absteigender Reihenfolge folgten ihm auf den schmalen Wegen. Und in Nullkommanichts waren unsere Ackerbeete angelegt.
Diesem Nullkommanichts gingen aber, wie wir alle wissen, viele Arbeitsschritte voraus. Gut Ding braucht Weile! =)
Wir freuen uns auf die 1. Pflanzung am Freitag und sind mega dankbar, dass die Wetterprognose aus heutiger Sicht so gut ist!